Digitaler Hub: ein Linearantrieb für jede Großlamelle

Großlamellen prägen das Erscheinungsbild moderner Fassaden und stellen an ihren Antrieb hohe Anforderungen. Jede Lamellengeometrie, jede Fassadenteilung verlangt eine andere Verstellweite. Bislang bedeutet das: Der Antrieb einer Großlamelle wird mit Hub nach Maß bestellt, passend zur jeweiligen Lamelle. Ein digital einstellbarer Hub bricht mit diesem Prinzip und vereinfacht die Auslegung und Bevorratung für Fassadenplaner und ‑bauer erheblich.

Die Ausgangslage: Hub nach Maß

Der erforderliche Verstellweg eines Antriebs ergibt sich aus der Lamellengeometrie, aus Breite, Achsabstand und Öffnungswinkel. Diese Werte unterscheiden sich von Projekt zu Projekt und oft sogar innerhalb einer Fassade. Wird der Antrieb einer Großlamelle mit fest definierter Hublänge geliefert, muss für jede Verstellweite die passende Variante bestimmt, bestellt und bevorratet werden.

Das erhöht den Planungsaufwand, verlängert Lieferketten und bindet Kapital in Ersatzteilen, die jeweils nur für eine bestimmte Lamellengröße passen. Im Servicefall muss exakt die richtige Hubvariante verfügbar sein, andernfalls verzögert sich der Austausch.

Ein Linearantrieb für die Großlamelle mit digital einstellbarem Hub

Der LM‑1200 SMI AC verfolgt einen anderen Ansatz. Sein Hub lässt sich digital in Schritten von 0,2 mm zwischen 0 und 300 mm einstellen. Die Endlagen werden nicht mechanisch fixiert, sondern digital gesetzt. Dadurch passt sich derselbe Antrieb millimetergenau an jede Lamellengeometrie an, von der schmalen bis zur weit ausstellenden Lamelle.

Statt einer Reihe hublängenspezifischer Ausführungen kommt so nur ein einziger Antriebstyp zum Einsatz. Die benötigte Verstellweite wird bei der Inbetriebnahme parametriert, nicht bei der Bestellung festgelegt.

Das Bild zeigt den Linearmotor LM-1200 SMI AC dessen Hub digital einstellbar ist.

Vorteile für Planung, Bevorratung und Service

Der durchgängig einstellbare Hub wirkt an mehreren Stellen im Projekt:

  • Einfachere Auslegung: Die Antriebsauswahl reduziert sich auf einen Typ, unabhängig von der konkreten Lamellengeometrie.
  • Reduzierte Lagerhaltung: Nur eine Variante muss bevorratet werden statt vieler hublängenspezifischer Ausführungen.
  • Vereinfachte Ersatzteilhaltung: Im Servicefall passt derselbe Antrieb an jede Position, unabhängig vom ursprünglichen Verstellweg.
  • Reproduzierbare Endlagen: Einmal gesetzt, fährt der Antrieb die definierten Positionen exakt reproduzierbar an.

Gerade bei umfangreichen Fassadenprojekten mit vielen unterschiedlichen Lamellenmaßen summieren sich diese Effekte. Die Komplexität in Beschaffung und Logistik sinkt, ohne dass an Präzision eingebüßt wird.

Zusammenspiel mit der Systemtechnik

Der einstellbare Hub entfaltet seinen Nutzen im Zusammenspiel mit der übrigen Systemtechnik. Die Endlagen werden drahtlos per Funk über die App gesetzt, ein direkter Zugriff auf den verbauten Motor ist nicht erforderlich. Vorkonfigurierte Motorprofile lassen sich gleichzeitig auf mehrere Antriebe laden, was die Inbetriebnahme großer Anlagen beschleunigt.

Angesteuert wird nach SMI‑Standard; bis zu 16 Linearmotoren lassen sich parallel schalten und positionieren zusammengefasste Lamellenflächen synchron. So fügt sich der Antrieb der Großlamelle in eine präzise, einheitliche Steuerung großer Fassadenbereiche ein.