
Wartungsarmer Antrieb für Großlamellen: wirtschaftlich planen
Bei Großlamellen entscheidet nicht nur der Antrieb selbst über die Kosten, sondern auch, wie er sich verbauen und betreiben lässt. Montageaufwand, Zahl der Kabeldurchführungen und spätere Wartung schlagen über die Lebensdauer einer Fassade deutlich zu Buche. Der LM‑1200 SMI AC ist als Linearantrieb ausgelegt und setzt an genau diesen Punkten an. Für den Fassadenbauer ergibt sich daraus ein wirtschaftlicher Vorteil, der über den reinen Anschaffungspreis hinausgeht.
Ein Linearantrieb ohne Getriebe
Der LM‑1200 bewegt die Lamelle über eine lineare Direktbewegung. Anders als Antriebe, die eine Drehbewegung erst über ein Getriebe umsetzen, wirkt die Kraft hier direkt auf die Schubstange aus Edelstahl, die beidseitig mit einem Gelenkauge an die Lamellenmechanik angebunden ist. Ohne Getriebe im Kraftfluss entfallen typische Verschleißpunkte. Das macht den Antrieb wartungsarm und senkt die Zahl der Serviceeinsätze über die Nutzungsdauer.
Gerade an der Fassade zählt dieser Punkt. Antriebe sitzen oft an schwer zugänglichen Stellen, jeder Wartungseingriff bindet Zeit und Gerät. Ein wartungsarmer Antrieb spart hier über Jahre. Ein integrierter Zyklenzähler erfasst zudem die Fahrbewegungen, sodass sich die tatsächliche Beanspruchung ablesen lässt, statt Intervalle zu schätzen.
Geringer Stromverbrauch im Betrieb
Auch die Leistungsaufnahme zählt zur Wirtschaftlichkeit. Der LM‑1200 SMI AC zieht im Betrieb maximal 0,3 A. Vergleichbare Antriebe liegen häufig um 1 A und damit deutlich höher. An einer einzelnen Lamelle fällt das kaum auf, an einer Fassade mit vielen Antrieben summiert sich der Unterschied jedoch. Der geringere Strombedarf entlastet die Zuleitungen und erlaubt es, mehr Antriebe an einem Strang zu betreiben. Das passt zur Parallelschaltung über SMI und hält den Aufwand für die Elektroplanung niedrig.

SMI‑Standard: bis zu 16 Antriebe an einem Strang
Der LM‑1200 nutzt den SMI‑Standard. Darüber lassen sich bis zu 16 Linearmotoren parallel schalten und gemeinsam ansteuern. Für die Verkabelung der Fassade ist das ein spürbarer Unterschied: Statt jeden Antrieb einzeln bis zur Steuerung zu führen, hängen mehrere Antriebe an einem gemeinsamen Strang.
Das reduziert den Verkabelungsaufwand und damit auch die Zahl der Durchführungen, die durch die Fassade geplant und abgedichtet werden müssen. Weniger Durchbrüche bedeuten weniger Aufwand in der Ausführung und weniger potenzielle Schwachstellen in der Fassadenhaut.

Steckbare Verkabelung mit dem BMS‑System
Ergänzt wird das durch das Verkabelungssystem von BMS. Der Anschluss erfolgt über einen 5‑poligen M20‑Stecker, die Kabel werden steckbar ausgeführt. Bis zu 16 Antriebe lassen sich so nach dem Plug‑and‑Play‑Prinzip anbinden, ohne aufwendige Einzelverdrahtung vor Ort.
Für den Fassadenbauer verkürzt das die Montagezeit und senkt die Fehlerquote beim Anschluss. Steckverbindungen sind schneller gesetzt als klemmte Einzeladern und im Servicefall ebenso schnell wieder getrennt. Was in der Werkstatt oder auf der Baustelle an Zeit eingespart wird, wirkt sich unmittelbar auf die Kalkulation aus.
Wirtschaftlichkeit über den Lebenszyklus
In Summe verschiebt sich der Blick von der Anschaffung auf die Gesamtkosten. Ein wartungsarmer Antrieb mit weniger Verschleißpunkten, reduziertem Verkabelungsaufwand und steckbarer Montage senkt sowohl die Erstinstallation als auch die laufenden Kosten. Für Fassaden, die über zwei oder drei Jahrzehnte in Betrieb bleiben, ist das der Faktor, der am Ende zählt.
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